Presseaussendung: Die differenzierte Mittelstufe ist tot! - Es lebe das „Gymnasium für alle“!
Utl.: Rote PflichtschulgewerkschafterInnen unterstützen Frauenpower am Minoritenplatz
Wien (FSG) - Eine gemeinsame Schule mit innerer Differenzierung ist das Ziel diverser Schulmodelle von sozialdemokratischen PflichtschullehrerInnen seit vielen Jahren: Fordern, Fördern und Stützen, ganz demnach, was die Begabung eines Kindes erfordert. „Eine LehrerInnenbildungsreform und ausreichende Förderressourcen sind Stützpfeiler für diesen Weg“, meint Thomas Bulant, Vorsitzender der FSG PflichtschullehrerInnen.++++
Der Vorstoß aus dem Wissenschaftsministerium hat dem differenzierten Schulwesen auf der Sekundarstufe 1 nicht den Todesstoß versetzt, sondern lediglich den Weg für eine Neuorientierung frei gemacht. Seit geraumer Zeit ist das differenzierte Schulwesen auf der Mittelstufe nämlich kaum mehr vorhanden: In ländlichen Gebieten entscheiden sich die 10- bis 14-jährige SchülerInnen annähernd zu 100 Prozent für die leistungsdifferenzierte Hauptschule, wenn die nächste AHS zu weit vom Wohnort entfernt ist. In Ballungsräumen hat die AHS Unterstufe undifferenziert die Funktion der Pflichtschule übernommen. Bildungspolitische Blockaden der ÖVP und die Missachtung dieser Entwicklung haben die Arbeitsbedingungen an den Pflichtschulen, insbesondere in den Ballungsräumen, immens verschlechtert.
„Unser Schulsystem ist zu teuer im Verhältnis zu seinen Outputqualitäten. Nicht die LehrerInnen, sondern die pädagogisch ineffizienten und ungerechten Strukturen des Systems sind die Verursacher,“ kritisiert Thomas Bulant und verdeutlicht die Position der roten PflichtschulgewerkschafterInnen:
„Die FSG steht auf der Seite der PflichtschullehrerInnen. Im Unterschied zu den Spitzen der FCG in der GÖD treten wir nicht für die Beibehaltung der jetzigen Schulorganisation ein. Dafür brauchen wir aber die KollegInnen aus allen Schularten als Partner.“ Seiner Meinung nach können die LehrerInnen vermehrt Anerkennung und Wertschätzung in der Öffentlichkeit ernten, wenn sie sich gemeinsam für die nächste Generation verantwortlich zeigen: „Zuständigkeitsdiskussionen und defensives Beharren auf einem Schulsystem, das es gar nicht mehr gibt, schaden den KollegInnen.
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