Mittwoch, 2. März 2011

Einsparungen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in den letzten Tagen war den Medien einiges über Sparmaßnahmen im Schulbereich zu entnehmen und aus anderen Bezirken hört man die wildesten Meldungen und Gerüchte, während in Favoriten alles ruhig zu sein scheint.
Mit diesem Mail versuche ich ein wenig Klarheit in die Sache zu bringen.

Der Stadtschulrat erstellt im April für das im September startende Schuljahr einen voraussichtlichen Stellenplan. Erst im darauffolgenden Jänner wird seitens der in Kalenderjahren kalkulierenden Ministerien, der fixe Stellenplan erstellt. Dieses (Schul)jahr ergab sich bei diesen beiden Berechnungen eine Differenz von 80 Dienstposten. Da der Dienstpostenplan also für ein Semester um 80 Dienstposten überzogen wurde, will man im 2. Semester 160 Dienstposten einsparen.

Dafür wurde am 21.2. eine Dienstanweisung verfasst, die verschiedene Punkte enthält, wie in den einzelnen Bezirken eingespart werden kann. In einer Sitzung der BezirksschulinspektorInnen erhielt jeder Bezirk das einzusparende Potential. Da die Dienstanweisung in manchen Punkten etwas ungenau formuliert ist, gibt es in den verschiedenen Bezirken auch unterschiedliche Interpretationen. Die Gerüchte lauten von der Absage aller Fortbildungen über die Stornierung von unverbindlichen Übungen bis hin zum Suppliereinsatz von VolksschullehrerInnen an Haupt- und Mittelschulen.

In Favoriten ist es ruhig. Wir sind seit Beginn des Schuljahres auf einem niedrigen Beschäftigungsniveau, haben unsere Einsparleistung also schon erbracht. Gleichzeitig wurde darauf geachtet, dass KollegInnen nicht mit MDL überhäuft werden. Diese Vorgangsweise erspart uns nun, dass binnen kürzester Zeit Stunden eingespart (in anderen Bezirken gibt es Schulen, die 90 Stunden erbringen müssen) und Stundenpläne umgeschrieben werden müssen.

Aus meiner Sicht ist ea aber nicht der Zeitpunkt um auf andere mit dem Finger zu zeigen. Die Diktion der Dienstanweisung ("Suppliererlass wird in aller Schärfe exekutiert") ist ebenso abzulehnen, wie die Umsetzung im laufenden Dienstbetrieb. Die Solidarität aller LehrerInnen ist gefragt.
Ich unterstütze daher die Aktion der Gewerkschaft (siehe Anhang) und ersuche auch euch, die Forderung zu unterschreiben, an eure KollegInnen weiterzugeben und die ausgefüllten Unterschriftenlisten bis 9.3. direkt an die Gewerkschaft Fax 53454 DW 452 oder DW 455 zu senden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen